Kurzsichtigkeit bei Kindern und Jugendlichen
In der deutschen KiGGS-Studie wurde mit einem Elternfragebogen das Vorhandensein einer Brille erhoben.
- Im Alter von 0–17 Jahren betrug die Myopieprävalenz in Deutschland in den Jahren 2003–2006 11,6 % und in den Jahren 2014–2017 11,4 %.
- Die Myopieprävalenz zeigt sich über etwa zehn Jahre bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland nahezu unverändert.
- Veränderungen in der Mediennutzung, wie etwa die vermehrte Nutzung von Smartphones durch Kinder und Jugendliche, haben demnach zumindest bislang keinen nachweisbaren Einfluss auf die Myopie-Entstehung.
Quelle: Schuster AK, Krause L, Kuchenbäcker C, Prütz F, Elflein HM, Pfeiffer N,
Urschitz MS: Prevalence and time trends in myopia among children and
adolescents—results of the German KiGGS study.
Dtsch Arztebl Int 2020; 117: 855–60. DOI: 10.3238/arztebl.2020.0855
https://www.aerzteblatt.de/pdf.asp?id=217027
Ergebnisse der ASiS-Schulsportstudie (Jendrusch et al., 2012):
- 25 % der Schüler nehmen mit einer korrekturbedürftigen Fehlsichtigkeit am Schulsport teil, ohne über eine angemessene Sehhilfe zu verfügen.
- Bei weiteren 15 % der Schüler gibt es Auffälligkeiten oder Defizite im visuellen Bereich, die eine weitere Beobachtung wie einen Sehtest in 6-12 Monaten erfordern.
- Rund 20 % der Schulkinder tragen im Alltag und im sonstigen Unterricht eine Sehhilfe, meist Brillen. Jedes zweite dieser Kinder verwendet aber beim Schulsport keine Sehhilfe.
- Im „Motorik-Test für NRW“ schneiden Schüler, die eine Sehhilfe benötigen, aber im Schulsport nicht tragen, signifikant schlechter ab als normalsichtige Kinder.
Quelle: Arbeitsgemeinschaft Sicherheit im Sport (ASiS), Aktuelle Kontaktologie April/Mai 2012 – 7. Jahrgang – 19. Heft, S. 22
weitergehende Informationen
zuletzt aktualisiert: 11/2022